Statistische Erhebungen

Als erste statistische Erhebungen in unserer Region gelten die Beichtkinderverzeichnisse der Kirchen von 1704 und 1751. Sie befassen sich ausschließlich mit der Erfassung der Bevölkerungsdaten. In diesen Jahren waren die Pastoren Mecklenburgs angewiesen, die Beichtkinder in ihren Kirchspielen zu erfassen. Immer häufiger waren die Kirchenbücher die alleinige frühe Form der zuverlässigen Beurkundung von Personendaten.

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Rettungspunkt auch in Glashagen

Forstliche Rettungspunkte sind definierte Orte im oder am Wald, mit deren Hilfe man im Notfall seinen genauen Standort beschreiben kann. Die Markierung besteht aus einem Landkreiskürzel und einer mehrstelligen Nummer. Anhand dieser Nummer kann die Leitstelle schnell feststellen, wo genau Hilfe benötigt wird. 2019 ist so ein selbsterklärendes Schild auch bei uns am Westende der Dorfstraße an der Hauptschneise zum Wald aufgestellt worden.

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Glashagen in Wossidlo´s Sagensammlung

Herzstück des Nachlasses von Richard Wossidlo ist ein Feldforschungsarchiv, eine zwei Millionen Belege umfassende Zettelsammlung. Das von 1883 bis 1939 mit mehreren hundert Helfern aus vielen Regionen Mecklenburgs zusammen getragene Archiv dokumentiert in territorialer Geschlossenheit und systematischer Ordnung Bräuche, Volkserzählungen (Sagen, Legenden, Märchen, Schwänke, Sprichwörter, Redensarten usw.) und Volkslieder, die Bereiche des Volksglaubens und der Volksmedizin. In der angestrebten Vollkommenheit erfasst die Sammlung Flurnamen, Beobachtungen über das Tier-und Pflanzenleben, gibt Hinweise über Nahrungs-, Kleidungs- und Wohnformen, das Arbeitsleben und Arbeitsgerät der Bauern, Tagelöhner. Auch dem weiteren Teil der mecklenburgischen Bevölkerung, den Seefahrern, Fischern und Handwerkern, dem Kinderleben und anderem mehr. Eine Fundgrube der Volkskunde zunächst in Form einer Zettelsammlung aufgehoben und für die Nachwelt bewahrt. Schon zu Lebzeiten Wossidlos sind von ihm und anderen bis heute eine Reihe von Büchern zum Thema erschienen und weitere werden sicher noch folgen, ist doch seit Jahren eine wissenschaftliche Aufarbeitung im gange.

Richard Wossidlo (1859/1939) gibt 1939 am Ende seines Lebens zwei Bände „Mecklenburgische Sagen “ heraus. Damit ordnet er das reichhaltige Angebot an seinerzeit noch recht populären mecklenburgischen Sagen und erweitert gleichzeitig die vielen Sagensammlungen, die im deutschsprachigen Raum bereits geschrieben sind, um eine weitere. Er teilt sie in Themengruppen auf,und läßt seine Gesprächspartner ihre Variante zu einem dieser Themen berichten. Der Leser kann nun die Interpretationen der einzelnen Ortschaften vergleichen. Es entstehen immer auch einige Gemeinsamkeiten, die den Eindruck der Wahrhaftigkeit einer Sage stärken.

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Topografie und Infrastruktur

Ein wichtiges Kriterium, warum die meisten Menschen sich als Krone der Schöpfung sehen, ist die Fähigkeit des Menschen, die Natur für seine Zwecke umgestalten zu können. Davon machten auch die Glashäger seit jeher gebrauch und das; mal mehr, mal weniger. Verschont geblieben sind wir, dankenswerter Weise, von den ganz großen Veränderungen. In unserer Region wurden keine Flüsse umgeleitet oder neu gegraben, keine Berge abgetragen oder neu aufgeschüttet, keine kilometertiefe Löcher in die Erde gegraben oder Landstriche radioaktiv oder chemisch verseucht. Es sieht auch nicht danach aus, dass derartiges in Zukunft passiert. So beschränkt sich die Einflußnahme auf das Umfeld in der Hauptsache auf den Straßen- und wegebau im Ort und rundherum.

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1906: GV-Sitzung zu Trichinenschauen

Vom 13. Juni 1906 fanden wir im Protokollbuch einen Eintrag über eine außerordentliche Sitzung der Dorfversammlung. Anlass war eine Anfrage des Großherzoglichen Amtes, ob es sich empfahl, in Glashagen bei allen hausgeschlachteten Tieren die obligatorische Trichinenschau, die bis dahin nicht verlangt wurde, einzuführen.

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1994-Bodenordnungsverfahren

1994 wurde für Glashagen ein Bodenordnungsverfahren eröffnet. Grundlage war der Rahmenplan der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes.“ Das Amt für Landwirtschaft Rostock war federführend. Das betraf sowohl die Dorferneuerungsplanung als auch die Betreuung der Zuwendungsempfänger. Gegenstände des Bo-verfahrens waren: Die Verbesserung der Lebens-und Arbeitsbedingungen.

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1949: Gemeindeordnung zur Nutzung der Gemeindeländereien

Auf Grundlage der Gemeindeordnungen des ausgehenden 19. Jahrhunderts erließ die Gemeindevertretung eine Satzung zur Nutzung der gemeindeeigenen Ländereien. In gewissen Abständen gab es eine Veränderung solcher Satzungen. Hier handelt es sich um die erste nach dem Krieg. Es gab einen erheblichen Teil der Dorfbevölkerung, besonders der Neusiedler aber auch alteingesessener, die auch über die Bodenreform zu keinerlei Land gekommen waren, weil sie nicht bäuerlich arbeiten wollten. Es galt nach wie vor auf den Dörfern das Prinzip, daß jeder Bewohner einen Anspruch auf ein Stück Boden hatte.

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Bodendenkmalpfleger Volker Häusler

Volker Häusler war von 1983, dem Jahr der Gründung der
Kreisarbeitsgruppe Ur- und Frühgeschichte, bis zu seiner Pensionierung 2010 deren Leiter. Der gelernte Diplomlandwirt wohnt seit 1974 in Kühlunsborn und interessiert sich seit seinem ersten Fossilfund, 1958 in Kühlungsborn, für Archäologie. Bis heute hat er ca. 1.900 Stücke in der
Region gefunden und archiviert. Seit 1981 ist er Bodendenkmalpfleger im Kreis Bad Doberan. 1995 erschien sein Buch Zwischen Recknitz und Salzhaff – ein archäologischer Überblick des Landkreises Bad Doberan.

Von 1991 bis 2010 war er hauptamtlicher Kreisbodendenkmalpfleger bei der unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises Bad Doberan. Zu den Aufgaben in der Bodendenkmalpflege gehören:

  • die Aufarbeitung von Liegengebliebenem,
  • die Überprüfung von Bürgerhinweisen,
  • die Registrierung von Funden in Privathand,
  • die Führung einer Chronik der Kreisarbeitsgruppe mit Biografien von Bodendenkmalpflegern und Forschungsgeschichte,
  • Flurbegehungen und Exkursionen,
  • Kontrollen und Pflege von Bodendenkmalen,
  • die Weitergabe der Erfahrungen durch Anleitung von ehrenamtlichen Bodendenkmalpflegern,
  • Vorträge mit Werbung für Belange der Archäologie,
  • die Unterstützung von Notbergungen sowie
  • der ständige Kontakt zur Unteren Denkmalschutzbehörde und zum Landesamt für Kultur und Denkmalpflege M-V
Artikel aktualisiert am 23.12.2019

1946: Erinnerungen von Erika Westendorf

Zur Person von Erika Westendorf: In Stülow geboren war sie langjährige Lehrerin und privat mit der Geschichte um Doberan und den Dörfern Stülow und Glashagen. Als Junglehrerin im 2. Weltkrieg 1939-45 auch in Dorfschulen im Doberaner Umland tätig. Nach 1945 bis zu ihrer Pensionierung unterrichtet sie in Bad Doberan. Diese Ausführungen sind in Zusammenarbeit mit Professor Gierke entstanden. Beide sind leider nicht mehr am Leben.

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Glashagens Bauernhöfe im Allgemeinen

Zum Verständnis der besitzrechtlichen Verhältnisse der Bauern zum Grund und Boden ist ein kurzer Ausflug in die Entstehungsgeschichte der mecklenburgischen Landwirtschaft hilfreich. Nach der Gründung des Klosters Doberan im Jahr 1170 begann die Besiedelung des Umfeldes. Das Kloster erhielt sehr früh den Besitz einer Anzahl wendischer Dörfer und Ländereien durch Bischof Hermann zu Schwerin im Jahr zugesprochen und erweiterte und festigte diesen ca. 300 Jahre lang durch den Bau von Kirchen und entsprechende Bildung von Gemeinden. Gleichzeitig wurde der Aufbau von Höfen und Dörfern verfolgt. An dieser Stelle nehme den treffenden Beitrag der Heimatfoscherin Hanna Sauder in Anspruch:

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Erinnerungen von Günter Lack, Hufe I

Als Auszug aus einem längeren Bericht von Günter Lack, hier der Zeitpunkt der Familie nach dem Eintreffen am Bahnhof Reddelich. (Lt. Meldebuch Bad Doberan [02] am 05.02.1945) Die Flucht begann im Heimatort Memel, Einschiffung in Gotenhafen über die Ostsee nach Sassnitz und schließlich nach Reddelich und Glashagen auf den Hof I beim Bauern Eimterbäumer:

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Büdnerei № 4a

Die Büdnerei № 4a tauchte erstmalig in den Unterlagen der Volkszählung 1867 auf. Büdner war damals Johann Brockmann, geb. 1814. Auf der Büdnerei lebten fünf Personen. Außerdem die Einlieger : Witwe Sophie Pentzin 1823, 5 Personen dazu Knecht Joachim Schadebeck und Kostkind Wilhelm Schadebeck. Arbeitsmann Johann Bartels 1833, 4 Personen; Arbeitsmann Christian Bruhn 1822, 6 Personen.

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Ernst Niemann, Erinnerungen

von Ernst Niemann (1925 bis 2016), Landwirt auf der Büdnerei № 4a

Auf der Büdnerei № 4a , jetzt am Waldrand 4. Der Rückblick auf das Jahr 1900. Um dieses Jahr kauften meine Großeltern Ludwig Niemann, geb. 14. August 1879 und seine Ehefrau Frieda Niemann, geb. Bohsack, geboren 12. Februar 1880 die Büdnerei. Aus der Ehe stammten 2 Kinder, Erna und Wilhelm. Erna wurde 1902 geboren und mein Vater, Wilhelm am 15. August 1903. Mein Vater heiratete im Jahre 1925 Magda Schmidt, Tochter des Stellmachers Karl Schmidt, zuletzt wohnhaft in Groß Schwaß. Am 18. Januar 1925 wurde ich, Ernst Niemann, in Rostock geboren aber wohnhaft in Glashagen, Büdnerei 4a.

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Glashagens Häuslereien

Schon zu älteren Zeiten gab es in Mecklenburg auch im Amtsbereich Doberan Häusler. Dazu gehörte ein sehr kleines Grundstück für einen kleinen Hof und bescheidenen Garten von oft weniger als 50 Quadratruthen. Solche Kleinstflächen entstanden anläßlich der Feldregulierungen aus den Bauernhufen. Die Pachtverträge der Bauern der Hufen I bis III im Dorf Glashagen erlaubten die Herausnahme solcher Flächen aus ihrem Acker zur Ansetzung von Häuslerein oder auch Büdnereien ausdrücklich als Auflage in ihren Pachtverträgen.

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Häuslerei Nr. 3

Die Häuslere wurdei 1938, durch das Baunternehmen Karl Reimer, errichtet. Bauherr war Willi Oldenburg. Diese Häuslerei erfüllte natürlich alle Bedingungen der damaligen Zeit, die man an den Bau und die Einrichtung von Häuslereien stellte. Charkteristisch die Stallungen des Viehs im gleichen Haus, während die Büdner gleichzeitig nachträglich vielfach Nebengebäude errichteten, um Wohflächen im Haupthaus zu erweitern. (Siehe Büdnerei 12)

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Landpostwesen

Posthülfsstellen wurden von privaten Dorfbewohnern geführt, um die segensreichen Leistungen der Post auch auf dem Lande anzubieten. Üblicherweise erfolgte die Meldung der Eröffnung einer Posthilfsstelle oder der Erweiterung einer Poststelle im Regierungsblatt, hier z.B. der 9. August 1898. (Siehe Bild unten). So geschehen für das Dorf Glashagen. Am gleichen Tage wurde durch das Großherzoglich Mecklenburgische Ministerium des Innern befohlen, daß im Nachbardorf Reddelich in der Häuslerei 18 eine schon bestehende Posthülfstelle in eine Postagentur umgewandelt werden sollte. Hier im Dorf ging es um die Eirichtung einer Posthilfstelle. Carl Mahn aus Glashagen ist erster Mitarbeiter/Verwalter der Posthilfsstelle.[28, 1900] Bezeichnenderweise war der gleiche Mann auch der dörfliche Nachtwächter, dem im April 1900 von der Gemeindevertretung weiterhin 10 Mark für die Fortsetzung der Nachtwächtertätikeit bewilligt wurde. [5]

Carl Mahn war von Beruf Schustermeister und zog im November 1871 in eine Einliegerwohnung des Büdners Uplegger.[5] In Reddelich befand sich von dem Zeitpunkt ab arbeitsteilig eine Postagentur und dementsprechend ein Herr Dreyer der erste Postagent. Die Landbrieträger waren Angestellte der Agentur in Person Rudolf Malchow und Hans Vick. Sie waren mit einem Fahrrad unterwegs das einen speziellen Gepäckträger zur Aufnahme der Postsendungen hatte. Einer oder eine von ihnen war auch für Glashagen zuständig.

Die Postülfstellen, wie in unserem Dorf waren berechtigt Briefe und Päckchen anzunehmen und gleichermaßen auszugeben. Das Bindeglied zur amtlichen Post war in weiteren postalischen Leistungen der Landbriefträger. Bis 1945 floß in diesem kleinen Geschäft ein amtliches Bestellgeld als Entschädigung, das durch Duldung der Postverwaltung (mit amtlicher Genehmigung) unter den Beteiligten blieb. Das Porto wurde selbstverständlich entsprechend der landesüblichen Tax-Ordnung extra abgerechnet. Beide Posttellen sind in ihrer Zeit ganz sicher freudig in Anspruch genommen worden.

Nach 1945 ist viele Jahre Frau Westendorf aus Reddelich und in späterer Zeit waren Frau Newedunski aus dem Dorf Glashagen und Frau Kaufmann vom Hof die Landbriefträgerinnen. Übrigens wurde nach dem Krieg um 1950 das erste öffentliche Telefon im Gemeindebüro für alle nutzbar und danach in der „Poststelle“ installiert und stand während der vormittäglichen Öffnungszeit zur Verfügung.

Das erste öffentliche Telefon im Dorf überhaupt wurde 1913 Im Forsthaus eingerichtet. Damals war Herr Fietensee Holzwärter und Verwalter dieses Telefons.

Mit der Verwaltung postamtlichen Telefons war der Telgrammdienst verbunden. Die Dorfbewohner konnten an dieser Stelle Telgramme aufgeben und empfangen. Man suchte die Telefonstelle auf und füllte dort ein amtliches Formular mit der Adresse des Empfängers, dem gewünschten Text und seinem Absender aus. Dann wurde alles durch den Inhaber des Telefons lelefonisch an die Zentrale weitergeleitet, nachdem man die Grundgebühr plus Anzahl der Silben bezahlt hatte. Umständlicher für den Poststelleninhaber waren schon ankommende Telegramme. Sie waren wiederum auf ein amtliches Formular zu schreiben und dem Empfänger sofort (auch bei Wind und Wetter) zuzustellen. Eine Extraaufgabe für den Zusteller, wenn man die Entfernungen zwischen der Poststelle und dem Empfänger berücksichtigt, keine leichte.


Artikel aktualisiert am 04.09.2020

Tagebuch des Lehrers Erich Schönfeld

Erich Schönfeld war der erste Nachkriegslehrer an der Glashäger Schule und wirkte dort bis zur Schließung. In seinem Nachlass fand sich nachfolgendes Tagebuch aus dem wörtlich zitiert wird:

Im Oktober 1945 kam der Schreiber dieser Zeilen an diesen Ort, beauftragt zur Verwaltung der hiesigen Schulstelle. Der Unterricht wurde sofort aufgenommen. Seit dem Einrücken,der Besatzungsmacht [Anmerkung: 4. Mai 1945 die sowjetische Rote Armee], war kein Schulunterricht mehr gewesen. Der Vorgänger, Lehrer Buß, der seit 1917 hier gewirkt hatte, war im Mai 1945 freiwillig aus dem Leben geschieden.

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1928: Gründung des Deutschen Reichsjagdbundes

Im Zusammenhang, mit den forstlichen Belangen des Dorfes Glashagen, ist es erwähnenswert, daß der Besitzer der hiesigen Forst der Herzog Adolf Friedrich von Mecklenburg war. Er bekleidete das höchste jagdliche Amt Deutschlands des Deutschen Reichsjagdbundes. Der Herzog war ab 1928, bis zu dessen Auflösung 1934 der erste Präsident.

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Die Volkszählungen von 1867 und 1900

In den Jahren 1867 und 1900 wurden in Mecklenburg Volkszählungen angesetzt. Im Gegensatz zu früheren Zählungen wurden die Daten direkt in den Haushalten erfasst. Damit bekam nicht nur das Statistische Landesamt eine Übersicht der Einwohner Mecklenburgs, auch Geschichtsinteressierte von heute haben die Möglichkeit einer Momentaufnahme im Leben der Dorfbevölkerung.

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Vermessung der Dorffeldmark Glashagen

Frühe Ortsvermessungen 1752

Interessant für uns ist eine so bezeichnete H o f f m a n n s c h e Vermeßungs-Charte de anno 1752. Aus ihr wird das erste Feldregister der Glashäger Feldmark extrahiert, aus dem die Bewirtschaftung der 3 Huefen des Dorfes bestimmt werden kann. Die ersten Pachtverträge von 1793 fußen ebenfalls auf diesem Register:

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Vererbpachtung der Glashäger Hufen

Das Finanzministerium des Herzoges erließ am 20. April 1860 eine Anordnung zur schnellen Vererbpachtung der domanialen Bauernhöfe. Die Vererbpachtung sollte dorfweise erfolgen. Bis Ende des Jahres 1860 waren 1272 Bauern in Mecklenburg Erbpächterr und 4128 Zeitpächter. Bis zum Jahre 1875 war die Vererbpachtung im gesamten Domanium abgeschlossen. Im Zusammenhang mit der Vererbpachtung entstanden die Dorfgemeinden.

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1853: Pachtvertrag für Häusler- und Einliegerreservate

Die Gruppe der Einlieger entstand und bestand aus den unvermögenden meist nicht ausgebildeten landwirtschaftlichen Hilfskräften, aus dem Überhang der nicht erbberechtigten Familienangehörigen der Pächter- und Büdnerfamilien (einschl. Handwerker), und wiederum deren eigene Nachkommen. Man erkennt, daß es sich um eine sich schnell vergrößernde Gruppe von Dorfbewohnern handelt die nicht über Grund und Boden verfügt. Sie bildeten nach und nach die größte Bevölkerungsgruppe und stellten die Knechte und Dienstmädchen sowie Tagelöhner auf den größeren Bauernhöfen im eigenen Dorf häufig auch auf Gutshöfen in der Nachbarschaft.

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1851: Pachtkontrakt mit den drei Hauswirten von Glashagen

Inhaltsverzeichnis

Dieses Dokument ist ein zusammenfassender Beleg, eine Auflistung aller Vetragspunkte, wie er jedem Zeitpachtvertrag beigelegt wurde. Hier beispielsweise aus dem Pachtkontrakt 1851 bis 1863 der Hufen I, II und III des Dorfes Glashagen. Dieser Vertrag war als letzter von drei Verträgen der im Jahr 1851 abgeschlossen worden. Er enthält noch ca. 30 Jahre nach der Aufhebung der Leibeigenschaft eine Reihe von Zwängen, die durchaus als Einschränkung der Persönlichkeit angesehen werden müssen. Andererseits war die Ausführlichkeit und Eindeutigkeit solcher vertraglichen Festlegungen seinerzeit üblich. Völkstümlich gesehen: „Man wußte woran man war“.

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1850: Die Glashäger Hauswirte verfassten ein Schreiben an den Herzog

Die Hauswirthe stellten Fragen zum aktuellen Pachtvertrag an das Amt Doberan. Das Amt wiederum wendet sich an das zuständige Schweriner Ministerium und erhält die dargestellte merkwürdige Antwort, die nachweist, daß die Ministerien sich schon damals nicht um Einzelheiten kümmern, sondern bei der Gelegenheit das „Große Ganze“ im Auge behalten müssen .

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1842: Regulativ zur Bildung von Schulvorständen

1842 gab es noch keine Dorfversammlungen man wählte entsprechend §3 der Ordnung. In dieser Angelegenheit berät die Glashäger Dorfversammlung im Oktober 1891 und wählt auf ausdrückliche Forderung des Amtes die Büdner Johann Uplegger und Hennnings einstimmig zu Schulvorständen und meldet Vollzug. [5]

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1827: Regulativ zur zur Einrichtung von Obstbaumschulen

Um den Obstbau in Mecklenburg zu forcieren erließ der Herzog am 24. Februar 1827 ein Regulativ Für die von den Schulmeistern zu übernehmenden Obstbaumschulen. Lehrer wurden nur noch eingestellt, wenn diese nachweisen konnten, dass sie im Obstbau befähigt waren. Bereits etablierte Schulmeister wurden verpflichtet, sich auf Kosten der Schulkasse unterweisen zu lassen. In den Domanialdörfern waren Obstbaumschulen anzulegen, die von den Schulmeistern betreut wurden. Die Schulkinder waren dort, am praktischen Beispiel, in Obstbau zu unterrichten.
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