Einleitung in die Geschichte Glashagens

Das Wappen der Gemeinde Retschow wurde von dem Weimarer Michael Zapfe gestaltet.
Blasonierung: Unter fünffach gezinntem roten Schildhaupt in Grün eine gestürzte, eingeschweifte goldene Spitze, belegt mit einem Schreitenden schwarzen Hahn; vorn und hinten je eine Schräg nach außen liegende goldene Ähre.
Das Wappen wurde im Oktober 2000 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 231 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Das Dorf Glashagen ist ein Ortsteil der Gemeinde Retschow im Landkreis Rostock. Weitere Ortsteile der Gemeinde sind Retschow, Stülow und Fulgenkoppel, Glashagen Hof und Glashagen Ausbau.

Eckdaten der Gemeinde Retschow:

  • Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
  • Landkreis: Rostock
  • Amt: Bad Doberan Land
  • Gemeindeschlüssel: 13 0 72 086
  • Einwohner: 959 (Stand Dez. 2022)
  • Fläche: 18,86 km²
  • Tel. Vorwahl: 038203
  • Postleitzahl: 18211
  • Höhe über Normal Null: ca. 80 m
  • Hof und Dorf Glashagen liegen südwestlich von Bad Doberan in drei bzw. vier km Entfernung an der Kreisstraße K 11
  • Geographische Position: 54 Grad, 04 Minuten, 07 Sekunden Nord; 11 Grad, 52 Minuten, 38 Sekunden Ost.
  • Rettungspunkt an der Einfahrt zum Wald hat die Kennung LRO 14-041: mehr …
Die Klostergründung als Ausgangspunkt vieler Dorfgründungen

1171: In Althof wurde ein Zisterzienserkloster durch den Abt Conrad und zwölf Mönche gegründet. Schon zur Gründung wurde es mit Besitzungen bedacht. Günstlinge waren der zum christlichen Glauben übergetretene Wendenfürst Pribislav und Bischof Berno.

1177: wurde dem Kloster durch den Fürsten Pribislav die Verfügung über den Zehnten seines gesamten Besitztums verliehen. Das kam einer vollständigen Übereignung gleich. Die große Bedeutung und erhebliche Förderung des Klosters Doberan durch den Landesfürsten wurde sichtbar.

1179: Nach Pribislavs Ableben entstand ein Machtvakuum, das von feindlich gestimmten Resten der Wendenherrschaft genutzt wurde, um den Vormarsch des Christentums aufzuhalten. Es kam zur Zerstörung des Klosters Althof durch revoltierende Wenden in dem in Christianisierung befindlichen Land.

Ein harter Rückschlag, der den 78 Einwohnern und allen Mönchen und den Abt des Klosters Althof das Leben kostete.

1186: Neugründung (abermalige Eröffnung) einer Abtei in Neu Doberan, dem heutigen Platz der Klosteranlage.

1218: Das Kloster erhielt die Erlaubnis zu Anwerbung von Siedlern durch Bischof Brunward, den Nachfolger des Bischofs Berno. Noch 1219 beteuert der Bischof „daß dieses rauhe Wendenvolk erst durch Einwanderung von Gläubigen dem Christenvolk gewonnen werde“.

1273 Erstnennung des Ortes Glashagen

Im Mecklenburgischen Urkundenbuch (MUB) Nr.1297 wird Glashagen mit einem Eintrag von 1273 erstmalig Erwähnt. [17]

Glashagen war zur Zeit der Ersterwähnung im Jahr 1273 zum Kloster Doberan gehörig. Um 1549 mit der Sekularisierung als Folge der Reformation geht der Ort als Teil des Gesamtbesitzes des Klosters an das Amt Doberan in domanialen Besitz des Herzogs über.

Gleichzeitig mit Glashagen wurden die Orte Rethwisch, Bartenshagen, Reinshagen, Steffenshagen und Wittenbeck genannt. Bekanntlich war das Dorf Glashagen eines der vielen im Umkreis von Bad Doberan gelegenen Dörfer, dessen Entstehung dem Kloster zu verdanken ist. In grober Zuordnung bezüglich der Entstehung der Orte haben wir drei Gruppen vor uns. Zur ersten Gruppe gehören diejenigen acht wendischen Dörfer, die das entstehende Kloster in Althof bereits anläßlich seiner Stiftung erhielt. Darauf diejenigen, die vor der Zerstörung des ersten Klosters Althof von den ersten Klosterbewohnern und wendischen Bewohnern entstanden waren. Die dritte Gruppe entstand nach der Gründung des jetzigen Klosters in Doberan durch die Erlaubnis der Zuwanderung von neuen Bewohnern aus dem Westen Europas. In der Blütezeit des Klosters gehörte ihm das gesamte Gebiet einschließlich der Verfügung über alle Abgaben.

Ein weiterer früher Siedlungsnachweis für den Ort Glashagen ist die Erwähnung in einer bedeutsamen Urkunde von 1297.
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Glashagen wird wohl in einem Zusammenhang mit der Geschichte der Glasherstellung des Klosters gesehen werden müssen, weil die Namensgebung für die Dörfer in damaliger Zeit immer einen Bezug zum Namen einer wichtigen Person, der umgebenden Landschaft, einem Handwerk o. ä. hatte. Nachdem man bei Wikipedia in der Vorstellung des Klosters Doberan unter der Rubrik Bedeutung des Klosters lesen kann: „… Das Kloster produzierte auch Glas, es war die erste nachgewiesene Produktionstätte für Glas vor 1268.[11]


Topografische Übersichtskarte von Glashagen
Glashagen 2019, [Bearbeitung 40]
Glashagen von oben
Artikel aktualisiert am 01.05.2024