1994-Bodenordnungsverfahren

1994 wurde für Glashagen ein Bodenordnungsverfahren eröffnet. Grundlage war der Rahmenplan der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes.“ Das Amt für Landwirtschaft Rostock war federführend. Das betraf sowohl die Dorferneuerungsplanung als auch die Betreuung der Zuwendungsempfänger. Gegenstände des Bo-verfahrens waren: Die Verbesserung der Lebens-und Arbeitsbedingungen.

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1949: Gemeindeordnung zur Nutzung der Gemeindeländereien

Auf Grundlage der Gemeindeordnungen des ausgehenden 19. Jahrhunderts erließ die Gemeindevertretung eine Satzung zur Nutzung der gemeindeeigenen Ländereien. In gewissen Abständen gab es eine Veränderung solcher Satzungen. Hier handelt es sich um die erste nach dem Krieg. Es gab einen erheblichen Teil der Dorfbevölkerung, besonders der Neusiedler aber auch alteingesessener, die auch über die Bodenreform zu keinerlei Land gekommen waren, weil sie nicht bäuerlich arbeiten wollten. Es galt nach wie vor auf den Dörfern das Prinzip, daß jeder Bewohner einen Anspruch auf ein Stück Boden hatte.

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1936 Hof und Dorf zusammen

1933 hatte die Nationalsozialistische Partei Deutschlands die Macht ergriffen und die gesamte Gesellschaft verändert. Die Verwaltung war umfassend von ihrer Ideologie beherrscht. Folgerichtig wurden die Strukturen der ländlichen Verwaltung allenthalben gestrafft und jegliche Einflußnahme der auf den Gütern bis dahin regierenden Besitzer unterdrückt.

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1933: Reichserbhofgesetz

Das Reichserbhofgesetz diente lt. Wikipedia dazu: Die Höfe vor Überschuldung und Zersplitterung im Erbgang zu schützen. An die Unveräußerbarkeit des landwirtschaftlichen Bodens geknüpft, führte das Gesetz zu Unzufriedenheiten, da man doch gerade erst in den 1860er Jahren aus den Zeitpachthöfen mit ihren Hauswirthen stolze Erpächter gemacht hatte.

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1928: Gründung des Deutschen Reichsjagdbundes

Im Zusammenhang, mit den forstlichen Belangen des Dorfes Glashagen, ist es erwähnenswert, daß der Besitzer der hiesigen Forst der Herzog Adolf Friedrich von Mecklenburg war. Er bekleidete das höchste jagdliche Amt Deutschlands des Deutschen Reichsjagdbundes. Der Herzog war ab 1928, bis zu dessen Auflösung 1934 der erste Präsident.

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1919: Bürgermeisterwahl

Auszug aus dem Protokollbuch 1872 bis 1941

1919 trat eine neue demokratische Verfassung in Kraft, Mecklenburg- Schwerin wurde Freistaat. Es kam zur Einführung des ersten deutschen Verhältniswahl-Gesetzes. Ein neuer Landtag und die Erneuerung der Form ländlicher Verwaltung folgten. Die Zeit der Herzöge und Großherzöge war vorbei. Wahlen waren angesagt. Die Wahl betreffend traten zwei entscheidende Neuerungen in Kraft, die die Machtverhältnisse im Dorf Glashagen auf den Kopf stellen sollten: 1. Frauen dürfen erstmals wählen und das allgemeine 2. das Wahlalter wird von 25 Jahren auf 20 Jahre herabgesetzt. Damit waren größere Wählerzahlen entstanden.

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Vermessung der Dorffeldmark Glashagen

Frühe Ortsvermessungen 1752

Interessant für uns ist eine so bezeichnete H o f f m a n n s c h e Vermeßungs-Charte de anno 1752. Aus ihr wird das erste Feldregister der Glashäger Feldmark extrahiert, aus dem die Bewirtschaftung der 3 Huefen des Dorfes bestimmt werden kann. Die ersten Pachtverträge von 1793 fußen ebenfalls auf diesem Register:

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Protokollbuch Glashagen Dorf

Das uns vorliegende Protokollbuch für das Dorf wurde am 21. September 1871 eröffnet. Anlaß war die Bildung einer Gemeindeverwaltung unter Vorsitz des Bürgermeisters. Das offizielle für alle Gemeinden des damaligen Großherzogtums Mecklenburg Schwerin verbindliche Dokument war die „Revidierte Gemeinde-Ordnung für die Dominal-Ortschaften.“ vom 29. Juni 1869. Erstmals regierten die Bürgermeister nicht mehr allein. An ihrer Seite standen ab dieser Zeit und für alle Zeiten zunächst vom Amt bestätgte repräsentative Dorfbewohner. Wie man sah setzten sie sich ab 1919 werden alle Vertreter der Gemeinde zwingend gewählt.

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1869: Gemeindeordnungen in Mecklenburg

Die Grundzüge der Gemeindeordnung für die Domanial-Ortschaften waren folgende: In den Domainen bildeten die Dorfschaften Gemeinden innerhalb der Grenzen der jeweiligen Feldmark . Die Ordnung trat durch ein für jede einzelne Gemeinde vom Ministerium des Innern bestätigtes und dem Großherzoglichen Amt Doberan erlassenes Statut in Kraft. Die Zeit der alleinigen Dorfführung durch nur einen Bürgermeister war vorbei. Nach wie vor gabes natürlch den den Dorfschulzen, der vom Landesherren (Großherzog) , aus allen Gemeindeangehörigen benannt und durch das Amt Doberan in Eid und Pflicht genommen wurde. Ausdrücklich behielt er alle bisherigen Emolumente. (Vergütungen). Für den Dorfschulzen und die übrigen Stellen der neuen Gemeindeverwaltung galten strikte sehr eindeutige Bedingungen. Dazu hieß es im beispielsweise im §9 der Gemeindeordnung:

  1. Jeder Gemeindeangehörige ist zur Übernahme des Schulzenamtes verpflichtet. 2. Die unbesoldeten Stellen der Gemeindeverwaltung, namentlich als Schöffe, Beauftragter zur Dorfversammlung, Ausschußmitglied usw. muß jeder übernehmen, der für seine Person oder durch einen Beauftragten an der Dorfversammlung teilnehmen kann und muß. Zur Ablehnung berechtigt jedoch ein Alter über 60 Jahre, Gebrechlichkeit oder anhaltende Krankheit. Auch kann wer 6 Jahre eine unbesoldete Stelle bekleidet hat, die weitere Übertragung derselben für diee nächsten 6 Jahre ablehnen. Die Niederlegung einer unbesoldeten Stelle vor Ablauf des Zeitraumes, für welche dieselbe übertragen ist, kann gleichfalls nur wegen Krankheit oder Gebrechlichkeit geschehen. Die erste Entscheidung über eine Ablehnung oder Niederlegung trifft die Dorfversammlung, bei Schöffenstellen jedoch das Amt.

Die Ortsvorsteher waren auch die Verwalter der Ortspolizei und hatten namentlich für:

a) die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit zu sorgen, strafbaren Handlungen vorzubeugen. Vagabonden und fremde Bettler zu verhaften und ans Amt Doberan auszuliefern. b) Feld-und wegepolizeilich zu walten. c) Bei Visitationen Beistand zu leisten – überhaubt das Amt zu unterstützen. Diese Aufgabe hatte der Ortsvorsteher in Alleinverantwortung.

Die Gemeindebehörden bestanden aus dem Schulzenrat und der Dorfversammlung. Der Schulzenrat (incl. Dorfschulze) leitetete und führte die laufenden Geschäfte, er vertrat die Gemeinde Dritten gegenüber, verwaltete das Rechnungs-und Kassenwesen, traf in dringlichen Fällen die Dorfversammlung, bereitete Beschlüsse vor, beschloß sie und führte sie aus.

Gegenstand der Verwaltung der Gemeinde waren: Das Armenwesen, das Gemeinde=Schulwesen, die Instandhaltung der Landstraßen, der Communikationswege, der Dorfwege, das Entwässerungswesen, die Räumung von Flüssen und Bächen, die Anlegung und Räumung von Gräben und Deichen innerhalb der Feldmark. Darüber hinaus: Die Haltung der Nachtwächter, das Feuerlöschwesen, das vorhalten von Begräbnisflächen, die Haltung einer Hebamme und Totenfrau, alles was überhaupt den Gemeinden gesetzlich oder in sonst verbindlicher Weise zugewiesen war oder zukünftig werden würde. Zur Umsetzung der Gegenstände der Gemeindeverwaltung konnte diese eigene Ordnungen erlassen in denen Übertretungen Geldstrafen nach sich zogen. Alle Zahlungsverweigerungen wurden auf dem Zwangsweg durch Organe des Amtes eingeholt.

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Vererbpachtung der Glashäger Hufen

Das Finanzministerium des Herzoges erließ am 20. April 1860 eine Anordnung zur schnellen Vererbpachtung der domanialen Bauernhöfe. Die Vererbpachtung sollte dorfweise erfolgen. Bis Ende des Jahres 1860 waren 1272 Bauern in Mecklenburg Erbpächterr und 4128 Zeitpächter. Bis zum Jahre 1875 war die Vererbpachtung im gesamten Domanium abgeschlossen. Im Zusammenhang mit der Vererbpachtung entstanden die Dorfgemeinden.

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1853: Pachtvertrag für Häusler- und Einliegerreservate

Die Gruppe der Einlieger entstand und bestand aus den unvermögenden meist nicht ausgebildeten landwirtschaftlichen Hilfskräften, aus dem Überhang der nicht erbberechtigten Familienangehörigen der Pächter- und Büdnerfamilien (einschl. Handwerker), und wiederum deren eigene Nachkommen. Man erkennt, daß es sich um eine sich schnell vergrößernde Gruppe von Dorfbewohnern handelt die nicht über Grund und Boden verfügt. Sie bildeten nach und nach die größte Bevölkerungsgruppe und stellten die Knechte und Dienstmädchen sowie Tagelöhner auf den größeren Bauernhöfen im eigenen Dorf häufig auch auf Gutshöfen in der Nachbarschaft.

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1850: Regulativ für Einlieger

Protokollum, gehalten im Amt Doberan am 28sten October 1850; des Herrn Geheimen Amtsrath Hundt.

Die heutige Tagesfahrt war beraumt worden, um die Hauswirtheinlieger des Dorfes Glashagen mit einem Regulativ bei neuer Verpachtung des Dorfes rücksichtlich ihrer öconomischen Beziehungen zu Hauswirthen zu verfahren und hatten sich der Schulze Niemann, sowie die Hauswirthe Westendorf und Griese mit welchen dieser Gegenstand besprochen werden sollte, ladungsmäßig eingefunden.

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1842: Regulativ zur Bildung von Schulvorständen

1842 gab es noch keine Dorfversammlungen man wählte entsprechend §3 der Ordnung. In dieser Angelegenheit berät die Glashäger Dorfversammlung im Oktober 1891 und wählt auf ausdrückliche Forderung des Amtes die Büdner Johann Uplegger und Hennnings einstimmig zu Schulvorständen und meldet Vollzug. [5]

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1832: Zweiter Pachtvertrag für die Glashäger Hauswirte

Wir PAUL FRIEDRICH von GOTTES GNADEN, Großherzog von Mecklenburg, Fürst zu Wenden, Schwerin und Ratzeburg, auch Graf zu Schwerin, der Lande Rostock und Sargard Herr! Thun kund und geben hiermit zu wissen, daß wir nach vorausgegangener neuer Regulierung der Dorf Feldmark G l a s h a g e n, Amts Doberan den Hauswirthen daselbst nachstehende verbindliche Pachtversicherung ertheilt haben.

Wir überlassen demnach

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1793: Pachtvertrag für die Glashäger Hauswirte

Wir, Friedrich Franz von Gottes Gnaden, Herzog zu Mecklenburg, Fürst zu Wenden, Schwerin und Ratzeburg, auch Graf zu Schwerin, der Lande Rostock und Stargard Thun kund und geben hiermit zu wissen, daß wir die Hauswirthe zu Glashagen vom Natural–Dienst befreyet sind und ihren nachstehenden Pacht–Contract nachdem der Ertragsanschlag zuvor revidiert worden, [genehmigt, ausgehändigt] haben.

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1702: Herzogliche Verordnung zur Straßenbenutzung

Der Herzog sah sich 1702 genötigt, wegen schlecht befolgter vorheriger Anordnungen, erneut eine solche für den Amtsbereich Doberan und Neubukow zu erlassen und bekannt zu machen. Herrschaftliche Bekanntmachungen wurden damals von der Kirchenkanzel verkündet und an Türen der Kirchen und Ämtern angeschlagen.

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Die Feuerordnung von 1681 des Amtes Doberan

Brandschutz in den domanialen Dörfern, zu denen auch Glashagen gehört, begann nicht erst mit den Gründungen der freiwilligen Feuerwehren Ende des 19. Jahrhunderts. Aufgrund der verheerenden Schäden von Bränden wurden Angelegenheiten des Brandschutzes schon früh per Verordnungen geregelt.

Diese Ordnungen wurden auf übergeordnete Weisung hin oft ämterweise in spezieller Anpassung herausgegeben. Eine ganz besondere ist diese von 1681 für das Amt Doberan herausgegebene weil sie erste Festlegungen zum kollektiven Ersatz von Brandschäden enthält.

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1572: Polizei-und Landordnung

1572 kam die in der Polizei-und Landordnung als ein früher Vorläufer aller folgenden Ordnungen heraus, im wesentlichen eine längst erforderliche Ordnung zur Regelung für dringendsten alltäglichen Probleme. Dieser Ordnung folgen die Reversalen von 1621/1623 und der Landes- Grundgesetzliche Erbvergleich von 1755 als allgemeine Ordnungen. Spezielle Dienstordnungen und Feuerordnungen und Kirchenordnungen werden im Kapitel Gesetze und Verordnungen behandelt.

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