1842: Regulativ zur Bildung von Schulvorständen

1842 gab es noch keine Dorfversammlungen man wählte entsprechend §3 der Ordnung. In dieser Angelegenheit berät die Glashäger Dorfversammlung im Oktober 1891 und wählt auf ausdrückliche Forderung des Amtes die Büdner Johann Uplegger und Hennnings einstimmig zu Schulvorständen und meldet Vollzug. [5]

Bis dahin war an den domanialen Landschulen und weiterhin auch an den ritterschaftlichen jede Beteiligung der Schulgemeinde am Schulbetrieb ausgeschlossen, die nötigen Anordnungen kamen einseitig von den Ämtern und wurden widersspruchslos befolgt. Manche Unregelmäßigkeiten waren dadurch unvermeidlich. Das Interesse der Gemeinde an der Schule und ein Einfluß auf die Bidung sollte geweckt werden. Man kann annehmen, daß damit erstmalig ein Organ geschaffen wurde, das der Zweieinigkeit oder Nichtzweieinigkeit von Lehrer und Pastor entgegen stand. Das Regulativ wird durch die domaniale Gemeindeorganisation in 1870er Jahren modifiziert in dem der 2. Schulvorsteher durch die Dorfversammlungen der jeweiligen Schulgemeinde gewählt wird.

Artikel aktualisiert am 22.03.2020